Das war 2019

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Im Dezember 2018 hätte ich nicht gedacht, dass ich einen weiteren Jahresrückblick schreiben würde. Aber so isses, und nun stöbere ich in den alten Fotos und wundere mich darüber, was wir alles in diesem einen Jahr geschafft haben.

Aber mal ehrlich, was haben wir eigentlich geschafft? Denn sehen – das wurde mir vor wenigen Tagen bestätigt – tut man … nichts, nada, ничего!
Es sieht aus wie vor einem Jahr! Dass der Boden raus und wieder rein ist, das sieht man ja nicht, und was dort drinnen alles begraben liegt, auch nicht.
Aber doch, doch! Ehrlich … wir haben ganz ganz viel getan, schaut:

Ich weiß nicht, wie viele Karren Picón, Steine, Zement und Sand wir in diesem einen Jahr aus dem Haus getragen haben; 145m² … im Gästehaus waren es wohl 30 Zentimeter, in den anderen Räumen bestimmt 20. Wie viele Tonnen das sind? Keine Ahnung. Könnte man sicher ausrechnen, ist mir aber zu anstrengend. Es war viel.


Erstaunlicherweise entdecken wir sogar nach einem Jahr noch Spannendes:

Für ein bisschen Abwechslung sorgt die alte Küchentür.


Die vielen Besuche beim Yayo ließen uns über unsere Wasserversorgung nachdenken, über Wasserfilter (wer will schon sein Leben lang 5-Liter-Buddeln schleppen?) und über solarbeheiztes Warmwasser auf dem Dach. Klar mussten wir das jetzt einplanen, denn wenn erst die Wasserrohre verlegt sind, wäre es zu spät.

Nicht ganz so clever war der Plan, den ausgehobenen Boden mit derselben lehmigen Erde aufzufüllen. Aufsteigende Feuchtigkeit und so, Ihr wisst schon. Und so landete der riesige Haufen bestellter Erde einfach im Garten.

Statt den Boden im Haus mit Erde aufzufüllen, bestellten wir nun also Grava/Kies, der dient fortan als Horizontalsperre, verhindert also, dass das Wasser per Kapillar… Jejejeje, okay, ich hab Euch genug damit genervt, oder? 😀

Und dann waren da irgendwie immer noch Steine und Erde und ich wollte einen schönen Garten. Als hätten wir nicht genug Arbeit, stapelten wir alles zu kleinen Hügeln und verlegten dann auch noch die Gartenbewässerung: schwarze sperrige (verdammt sperrige!) Schläuche auf dem gesamten Gelände. Und es gab neue Pflanzen. Und die Frau war glücklich.


Wir machten neue Entdeckungen!

Und Leute, jetzt ist erst das halbe Jahr rum! Aktiv ging es weiter mit dem Boden, wir erwarben Isolierung und Plastikfolie.

Und das dauerte.

Als letzter Raum kam der Salón dran.
Auch der wurde tiefergelegt. Dann betoniert.


Und dann war da noch die Aktion mit dem Kärcher.


Im September begannen wir dann mit der Stromplanung und -ausführung. Die widerspenstigen Maccarones raubten uns viele Nerven, der Elektriker fiel von der Leiter, und wir waren wieder einmal auf uns allein gestellt. Doch es lief trotzdem ganz gut.

Und auch, wenn es wieder etwas länger dauerte als geplant, so sind wir doch Mitte November fertig geworden mit der Kabelage.

Und endlich ging’s an den Estrich. 145 …

Und von nun an geht es Schlag auf Schlag. Plötzlich steht schon die erste Mauer:

Und die erste Wand ist (halb)verputzt!

So sollte es weitergehen, doch … wir sollten uns zum Jahresende noch einmal richtig ärgern. Anstatt am Montag nach Mala fahren zu können und diese eine Wand zuende zu verputzen, um den Materialaufwand an Kalk und Sand schätzen und die entsprechende Menge zu bestellen, hat uns irgendein Vollidiot das Auto zerballert, genauer gesagt die Windschutzscheibe:

Also ging es nicht nach Mala, wird es auch in diesem Jahr nicht mehr, der Mechaniker meldet sich eh nicht wie angekündigt, wir haben jetzt Schnauze voll und Urlaub. So.

Dafür treffen allmählich unsere ganzen Bestellungen aus China ein. Längst wurden die Duscharmaturen, zwei Wasserhähne, Schlafzimmerlampen, aber auch Türklinken geliefert, nun auch die ersten Teile unserer neuen, smarten Beleuchtung. Und so saßen wir gestern verspielt im Wohnzimmer und testeten.


War’s das schon?
Ja, das war’s.
Wenigstens für 2019.

Nur noch eins:
Wir danken Euch allen für Eure Unterstützung. Sei es durch Ratschläge, Ermutigungen oder auch nur einen kleinen Kommentar hin und wieder, so dass wir wussten, dass wir mit dem ganzen Scheiß nicht allein sind.

Wir wünschen Euch nun fröhliche Weihnachten, einen Guten Rutsch, kommt gut und vor allem gesund rein ins Neue Jahr.

2020.

Alter, hätte ich gewusst, dass wir 2020 noch … ich hätte nie … ach, verdammt! 😀

10 Gedanken zu „Das war 2019“

  1. Wie immer, launig formuliert…
    Und auch noch die Abläufe auf der Baustelle extrem verdichtet… nun solltet ihr bzgl. Fortschritt Echte Meter sehen, weil die vorbereitenden Arbeiten wie Wasser und Strom, Nivellierung und Estrich erledigt sind.
    Was für ein A… schlägt Euch die Scheibe ein. Ein Wohlstands- Neidhammel kann es ja im Bezug auf das Auto selbst nicht gewesen sein. 😀👍😉Wo war das? Vor dem Haus oder vor der Wohnung?
    Ich wünsche Euch jedenfalls eine schöne Auszeit und Pause von dem Projekt. Man muss auch mal auf andere abgedankten kommen.
    Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen
    Die Rümmelsheimer

    1. Dankeschön. 😉
      Das mit dem Auto passierte in Costa Teguise. In der Avenida Islas Canarias, eigentlich dort, wo viel los ist. Aber um 4 ist da auch nichts mehr los, wer weiß, wann das passiert ist. Egal. Kriegen wir eine neue, saubere Scheibe. Auch mal schön 😉

  2. Ihr seid spitze!
    und sowas von großartig, was das Durchhaltevermögen anbelangt!
    Ich weiss nicht, ob ich das alles so stemmen könnte!
    Jetzt genießt die Feiertage, erholt Euch und sammelt Kraft fürs neue Jahr.
    LG
    Andrea

  3. Wow! Ihr seid´s so fleißig und wie ihr mit den Steinen umgeht…das ist eines Stoakinds mehr als würdig!! Kompliment und jetzt seid ihr schon sehr nahe am Fertigwerden.
    Ich wünsche Euch einen Guten Rutsch und freu mich für Euch darauf das ihr bald einziehen könnt.
    Bleibt´s Obn
    LEO

  4. Frohes 2020 – und weiterhin fröhliches Schaffen!

    Die derzeitige Pause für Muskeln und Nerven habt Ihr Euch verdient, … nachdem auch in 2019 jeder Stein analysiert, jede bautechnische Alternative recherchiert, jeder Bauschritt projektiert, konkretisiert und sodann evaluiert wurde ;).

    Bald schon werden alle Nippel, Ösen, Haken, Leitungen, Rohre, Steinchen und sonstiges Geraffel unter Belag und Verputz verschwunden sein und Euer Haus wird nun relativ zügig eine wohnliche Gestalt annehmen.

    Liebe Grüße aus Mala, dem Nabel der Welt

    Claudia

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